Prof. Thomas Schlipköther

Während der Veranstaltungsreihe „Europäische/Internationale Logistik“ von Prof. Dr. Helmut Keim besuchte kürzlich Prof. Thomas Schlipköther, einer von drei Vorständen der Duisburger Hafen AG, unsere Logistik-Masterstudenten in Köln. Er gab den Studierenden spannende Einblicke in seine Tätigkeit und berichtete von seinen  internationalen Erfahrungen  mit unzähligen weltweiten Projekten, und das mit viel Begeisterung und mit viel Humor.

Vor sechzehn Jahren wechselte der gelernte Bauingenieur in die Logistik. Seitdem hat sich der Umsatz der „duisport-Gruppe“, also des Hafens mit seinen Tochtergesellschaften, versechzehnfacht. Prof. Schlipköther weiß also wie kein zweiter, worauf es bei der Entwicklung eines Binnenhafens ankommt, dessen überdachte Lagerfläche größer ist als etwa die in Antwerpen oder Rotterdam. Weltweit hat duisport heute mehr als 30 Tochter- und Beteiligungsgesellschaften, beispielsweise  duisport facility logistics, duisport rail, duisport consult oder duisport packing logistics. Die Aktivitäten reichen von Infra- und Suprastrukturangeboten über Verkehr und logistische Dienstleistungen bis hin zur Verpackungslogistik.

Davon, dass es unendlich viel zu bedenken gibt, wenn man einen Hafen aufbauen, leiten und erfolgreich in die Zukunft führen will, bekamen die Zuhörer im Seminarraum einen guten Eindruck. 15 Jahre dauert es ungefähr, bis ein Hafen wie der in Duisburg gebaut ist. Man muss schon eine blitzeblanke Kristallkugel auf dem Nachttisch haben, wenn man die Trends der Zukunft so weit im Voraus einschätzen will. Man muss also wahrlich gute Konzepte haben, um mit derart langfristigen Projekten erfolgreich zu sein, während die Welt sich immer schneller dreht.

Für den Duisburger Hafen hat zum Glück alles gepasst und er ist heute der größte Binnenhafen der Welt. Unter allen Containerhäfen dieser Welt liegt er auf Position 40. Prof. Schlipköther und seine beiden Vorstandskollegen, die anfangs von Logistik 0,0 Ahnung hatten, wie er selbst betont, haben im Ruhrgebiet eine große internationale Logistik-Drehscheibe aufgebaut. Es war toll, jemanden am Campus zu haben, der hart an dieser sehr positiven Entwicklung gearbeitet und aus nächster Nähe und ausgesprochen lebhaft darüber berichtet hat.