Man schlage Seite 461 in der Zeitschrift WISU (Ausgabe 4/2017) auf. „Keine WISU ohne Dechêne“ – fast schon ein geflügeltes Wort an der EUFH. Und siehe da, das Gesetz der Serie setzt sich mit dem Thema Dienstleistungsmarketing fort. Unserem Prof. Dechêne zur Seite stand diesmal sein Mitautor Dr. Jens Nesper.

Dienstleistungsmarketing ist ein Bereich, der rasant an Bedeutung gewinnt. Schon deshalb ist der Artikel eigentlich für alle, die sich irgendwie mit BWL beschäftigen, lesenswert. Genauso natürlich auch für Studierende in Therapie-Berufen, denn Therapie ist Dienstleistung. Im Artikel unserer beiden Dozenten ist zu lesen, dass schon heute 69 Prozent des Bruttoinlandsprodukts mit Dienstleistungen aller Art erwirtschaftet werden, und es werden schnell immer mehr. Das hauptsächlich auf Sachgüter ausgerichtete Marketing muss nachziehen. Prof. Dechêne und Dr. Nesper leisten hierzu mit ihrem Artikel einen aktuellen Beitrag.

Es ist kein Zufall, dass heute fast drei Viertel aller Arbeitnehmer im riesigen Dienstleistungssektor beschäftigt sind. Es hat handfeste Gründe: Der demografische Wandel und die steigende Lebenserwartung haben zu einer stark gewachsenen Nachfrage bei Pflegedienstleistungen geführt. Und wohin mit dem Geld, wenn man schon zwei Fernseher und zwei Stereoanlagen hat? Es gibt bei vielen Sachgütern einen hohen Sättigungsgrad. Das führt zu einer erhöhten Nachfrage nach den unterschiedlichsten Dienstleistungen im Freizeitbereich. Vielleicht macht ein feines Wellness-Wochenende ja auch wirklich mehr Sinn, als das Geld aufs Sparbuch zu verfrachten. Viele  Produkte werden heute mit zusätzlichen Dienstleistungen vermarktet. Und natürlich treibt auch die rasante technische Entwicklung im IT-Bereich diese Entwicklung voran.

Die beiden EUFH-Autoren beschäftigen sich mit den Besonderheiten des Dienstleistungsmarketings, zum Beispiel mit dem erweiterten Marketing-Mix, bei dem Personal, Prozesspolitik und „Physical Facilities zusätzliche drei P’s bilden. Sie erklären das Management der Servicequalität mit Hilfe des Gap-Modells und erläutern, wie man Dienstleistungsqualität messen kann.

Auf in die Bib – das Dienstleistungsmarketing wartet auf Euch. Und ein bisschen Beeilung wäre nicht schlecht. Schon gibt es Gerüchte, dass in den Schreibstuben unserer Professoren an neuen WISU-Artikeln getüftelt wird.