Was in den 50er Jahren der Western war, ist heute der Superheldenfilm. Bereits 2005 brachte uns Christoper Nolan „Batman Begins“ und damit den Anfang einer der besten Batman-Verfilmungen der Neuzeit und Beginn einer glorreichen Trilogie. In 2008 brachte Marvel dann den ersten Iron Man Film mit Robert Downey Jr. als Tony Stark in die Kinos und seitdem ist die Welt im Bann der Comichelden. Seitdem sind unzählige Filme erschienen, Reboots, Neuverfilmungen oder einfach nur erste Projekte mit vorher gar unbekannten Franchises (bspw. Guardians of the Galaxy).
Es zeichnete sich schnell ab, dass Marvel deutlich vor DC liegt, und bis auf die Batman-Trilogie mit Nolan nicht wirklich was Reißerisches in die Kinos kam, im direkten Vergleich zum Marvel Cinematic Universe. Bis heute…

Wonder Woman ist mit Abstand die beste DC Comics Verfilmung einer Origins Story in den letzten 10 Jahren und sicherlich einer der besten Comicverfilmungen überhaupt. Der Film dreht sich um die Amazonenprinzessin Diana von Themyscira. Aufgewachsen unter mächtigen Kriegerinnen auf der Amazoneninsel, abgeschottet durch Magie von der Außenwelt, lebt Diana mit ihrer Mutter und dem Mythos, dass sie aus Lehm geschaffen wurde als Geschenk von Zeus.

Eines Tages wird die beschützte Welt von dem amerikanischen Spion Steve Trevor gefunden, der sich auf der Flucht vor deutschen Soldaten befindet. Kurz darauf bricht ein Kampf aus auf der Insel zwischen den deutschen Soldaten und den Amazonen. Es stellt sich heraus, dass die Welt im ersten Weltkrieg steckt und Diana sich berufen fühlt, der Außenwelt zu helfen. Die Amazonen glauben, dass Ares, der Gott des Krieges, die Welt zerstören will und aufgehalten werden muss. Diana beschließt, Steve auf seiner Rückreise zu begleiten, um den Krieg zu beenden. Auf einem Boot reisen Steve und Diana zusammen nach London, um einen Plan zu schmieden. Steve muss jedoch erst seinen Report abgeben, denn er war ursprünglich von der deutschen Armee verfolgt worden, weil er eine Fabrik zerstörte, die ein neuartiges Nervengas produzieren sollte. Die Zeit rennt, denn es ist nicht die letzte Fabrik gewesen und diese Waffe ist durch ihre Zerstörungsmacht kriegsentscheidend.

Auf der anderen Seite ist Diana das erste Mal außerhalb von Themyscira und muss sich erst einmal an die neue Umgebung akklimatisieren mit Hilfe von Steve und seiner Sekretärin. Es dauert nicht lange, bis die Beiden sich an der ersten Front befinden und Diana ihren ersten Wonder Woman Moment hat und eigenhändig ein ganzes Dorf von einer Besatzung durch Soldaten befreit. Doch dies ist leider erst der Anfang auf ihrer Reise, den Krieg zu beenden…

Fazit
Wonder Woman sticht deutlich aus der grauen Masse heraus und schafft es, die richtige Mischung zwischen Humor, Ernst, Action und Emotion zu finden, die nur selten gelingt. Das Casting ist perfekt ausgewählt und Gal Gadot ist Wonder Woman. ihre Ausstrahlung wächst in jeder Szene und man kann sich gegen ihren Charme nicht wehren. Auch finanziell kann sich der Film sehen lassen, mit derzeit ca. 800 Millionen Dollar weltweit zeigt Wonder Woman, dass weibliche Heldinnen genauso erfolgreich sein können wie männliche.

Ich kann diesen Film nur jedem weiterempfehlen, auch wenn man sonst recht wenig mit Superhelden anfangen kann, bricht der Film Konventionen und ist einer der besten Filme in 2017.

Sebastian Förster