Am University College of Southeast Norway (USN) treffen moderne Unterrichtsmethoden, wunderschöne Landschaften und spannende Outdoor-Aktivitäten aufeinander.

Seit November 2012 ist das USN eine Partnerhochschule der EUFH – und das offensichtlich zur großen Freude unserer Studierenden, denn seither werden die 2 Erasmus-Plätze fast ausnahmslos ausgeschöpft. Durch das studiengebührenfreie Bildungssystem angelockt, begeistern sich regelmäßig auch Studierende als Nicht-Erasmusstudenten für „das Land der kalten Temperaturen und warm(herzig)en Menschen“ (Christian Gerlach, LM 14). Auch Jasmin Krahn (IM 13 Neuss) schwärmt von der „atemberaubenden Natur“ und den „unglaublich tollen, netten und aufgeschlossenen Menschen“.

Mit rund 18.000 Studenten (davon ca. 550 internationale Studierende) zählt das University College of Southeast Norway zu den größten in ganz Norwegen. Da sich die Studierenden auf acht  verschiedene Campi im Großraum Oslo verteilen, herrscht dort trotzdem eine familiäre und vertraute „open-door“-Atmosphäre, die viel Platz zur Selbstentfaltung und Eigeninitiative bietet. Drei dieser acht Campi sind für EUFH- Studierende durch das englischsprachige Kursangebot besonders interessant: Ringerike, Kongsberg und Vestfold. Neben vielen Freizeitaktivitäten wie Langlauf, Ski/Snowboard, Ice Fishing, Wandern, Klettern, Schwimmen und Angeln werden für die Austauschstudenten bereits während des Semesters Ausflüge zu Elch- und Rentierfarmen und/oder eine Huskytour angeboten. Ein Trip nach Tromsø, Anfang März, lohnt sich z.B. für eine Tour mit dem Hundeschlitten oder um mit Schneeschuhen wandern zu gehen. Mit etwas Glück kann man dort auch Nordlichter sehen, berichtet Lena Nordmann (LM 13). „Für mich war der Aufenthalt in Norwegen eine einmalige Erfahrung und ich würde jedem empfehlen, hierher zu kommen.“

Das norwegische Bildungssystem garantiert qualitativ hochwertige Lehre und sehr gute Englisch-Sprachkenntnisse bei großen Teilen der Bevölkerung. Das Auslandssemester bietet daher nicht nur die Chance, sich bei Interesse Grundlagen der norwegischen Sprache anzueignen, sondern auch, die Englischkenntnisse zu verbessern.

Neben der informellen und studentenfreundlichen Atmosphäre sind praktische Unterrichtsmethoden und problemorientierte Lösungsansätze eine weitere Gemeinsamkeit des USN und der EUFH. Diese praxisorientierte Art zu unterrichten soll die Studierenden bestmöglich auf Stresssituationen im Arbeits- und normalen Alltag vorbereiten. Studierende der EUFH belegten Kurse wie „Information Resource Management“, „International Management“ u.a. und waren begeistert von den innovativen und interessanten Inhalten. So wird beispielsweise im Rahmen des Kurses „Entrepreneurship and Innovation Management“ ein Businessplan für einen Immigranten erstellt. Als weiteres Beispiel berichten Studierende, dass die Prüfungsleistung des Kurses „Strategic Management“ in der strategischen Analyse eines realen Start-up Unternehmens bestand, die anschließend eigens unter ökonomischen Gesichtspunkten bewertet wurde.

Die verschiedenen Campi der Universität zeichnen sich durch individuelle Unterschiede und Besonderheiten aus. „Wer wirklich Lust auf die norwegische Natur hat, ist in Kongsberg genau richtig, davon gibt es da nämlich sehr viel“, konstatiert Christian Gerlach, der erst kürzlich aus seinem Auslandssemester in Kongsberg zurückgekehrt ist. Zudem zählt die Stadt zu den führenden technologischen Städten Norwegens. Eine enge Zusammenarbeit mit Forschern, Branchenführern und Unternehmern wird hier groß geschrieben. Die Klassenräume sind modern eingerichtet und fallen durch eine großzügige und neue Ausstattung auf. Nicht zuletzt hat Kongsberg aufgrund der vielen Studierenden auch ein facettenreiches Nachtleben zu bieten.

Am Campus Ringerike, gelegen im Herzen der Kleinstadt Hønefoss, wird der fachliche Fokus auf die Bereiche Finanzwesen, Management, IT und Rechtswissenschaften gelegt. Der Sportkomplex direkt neben dem Campus sorgt dabei in der Freizeit für ein großes Sportangebot, von Beachvolleyball über Eishockey zu Fußball. Neben den Kursen in der Uni bleibt dabei auch genug Zeit, das Land zu bereisen und zu erkunden. Dabei hat auch Michael Werner (WI 14 Neuss) festgestellt: „Norwegen ist ein schönes und beeindruckendes Land!“ Und dass er unbedingt nochmal im Sommer dorthin reisen möchte.

Auch in Vestfold findet man einen modernen Campus mit vielen sportlichen, sozialen und kulturellen Angeboten vor. Groß genug um einen eigenen Puls vorzugeben, aber doch klein genug nicht unterzugehen, werden hier die meisten Studenten als Steuerberater oder Ingenieure auf den Arbeitsmarkt entlassen. Ein heißer Geheimtipp, um den Abend ausklingen zu lassen, ist der Steg von Tønsberg, der nächstgelegenen größeren Stadt, an dem häufig Konzerte oder auch private Partys stattfinden.

Die Unterbringung in Studentenwohnheimen, die an allen Standorten in ausreichender Anzahl für Erasmus-Studierende vorhanden und modern ausgestattet sind, bietet eine ideale Plattform, um soziale Kontakte zu knüpfen und viele verschiedene Menschen aus anderen Ländern und Kulturen kennen zu lernen. Dass Norwegen, trotz aller Vorteile, durchaus seinen Preis hat, sollte bei der Planung vorab berücksichtigt und einkalkuliert werden. Für eine Unterkunft im Studentenwohnheim – eine vergleichsweise günstige Variante – sollten ca. 500€ – 600€ monatlich eingeplant werden. Zusätzlich zu den gebührenfreien Studienplätzen wird daher bei Erhalt eines Erasmus-Platzes am University College of Southeast Norway eine an die hohen Lebenshaltungskosten in Norwegen angepasste, monatliche Unterstützung durch das Erasmus+ Programm gewährleistet.

Wer nach dem Studium noch Zeit für eine kleine Reise hat, sollte dies unbedingt ausnutzen und Orte wie Stavanger, Preikestolen (Aussichtsfelsen), Bergen, Geiranger Fjord, Trondheim und die Lofoten besuchen, die beeindruckende und tolle Eindrücke hinterlassen.

Tipp vom Auslandsamt: den Reisepass nicht vergessen, um einen kurzen Abstecher nach Russland machen zu können.

Fotos: University College of Southeast Norway; Christian Gerlach