Im Masterprogramm „Digitales Projektmanagement“ war kürzlich Angelika Bode, Geschäftsführerin von biX Consulting in Ratingen, während einer Vorlesung von Prof. Dr. Steffen Stock am Campus Neuss zu Gast. „Agiles Projektmanagement im BI-Umfeld“ war das spannende Thema, das die Studierenden natürlich brennend interessierte. Man liest und hört ja in letzter Zeit ständig von agilem Projektmanagement, aber wie sieht’s aus, wenn es ganz konkret in die Praxis umgesetzt wird? Gute Frage, die der interessante Gastvortrag beantwortete.

biX Consulting macht Unternehmensdaten und Informationen systemgesteuert und anwenderfreundlich nutzbar. Das Unternehmen unterstützt seine Kunden im Bereich Business Intelligence (BI), konzipiert anspruchsvolle BI Lösungen und setzt diese erfolgreich um. Die Betriebswirtin Angelika Bode begann ihre berufliche Karriere im Controlling und im SAP Umfeld und begann vor 15 Jahren damit, Daten zu analysieren und aufzubereiten. Vor zehn Jahren machte sie sich selbstständig damit, branchen- und produktneutral Daten zu Kennzahlen zu verarbeiten, die den Kunden helfen, strategische Entscheidungen für ihr Unternehmen zu treffen. Seit Jahren ist biX Consulting nun schon Kooperationspartner der EUFH, und so sind immer talentierte junge Leute zur Stelle, die viel frischen Wind mitbringen.

Und was ist denn nun das Besondere am agilen Projektmanagement im BI-Umfeld? Der Ansatz ist, dass Pläne, die man am Anfang aufstellt, sich zwischendurch immer wieder ändern (und dies auch explizit dürfen). Zu Projektbeginn haben die Beteiligten zwar eine Vorstellung davon, wo die Reise hingehen soll, aber die Vorstellung von der Lösung am Projektende ist noch unscharf. Erst mit fortschreitender Zeit wird das Bild allmählich schärfer, weil das Projektteam untereinander ständig kommuniziert und zusätzlich ständig in engem Kontakt mit dem Kunden bleibt.

Ein Vorgehensmodell ist Scrum. Beim Scrum arbeitet ein selbst organisiertes Team ohne Chef zusammen. Alle ein bis vier Wochen werden die Ziele für den nächsten Entwicklungszyklus (im Scrum Jargon „Sprint“ genannt) besprochen. Zusätzlich zu diesen Treffen, bei denen es auch immer einen Rückblick auf die vergangene Phase gibt, gibt es Daily Scrum Meetings – man ist also wirklich ständig in Kontakt. Beim Scrum gibt es einen ScrumMaster, der die Einhaltung der Rollen im Team überwacht und das Team von allen äußeren Einflüssen freihält. Zu Beginn eines Sprints wird eine Liste mit nach Aufwand gewichteten Aufgaben erstellt, die das Team in engem Dialog mit dem Kunden erfüllen soll. Das Team arbeitet dann in kleinen Gruppen an den Aufgaben. Regelmäßige Treffen sorgen für die nötige Koordination.

Die Anwendung agiler Methoden scheint auf den ersten Blick für in der Regel ja recht umfangreiche BI-Projekte weniger geeignet zu sein, weil langfristige Ergebnisse schwerer planbar sind als bei herkömmlichen Methoden. Andererseits hat sich aber in der Praxis gezeigt, dass diese Vorgehensweise die Kundenzufriedenheit deutlich steigert, weil der Kunde mit dem Team im Boot sitzt. Außerdem reagiert ein agiles Team schnell auf sich verändernde Anforderungen. Es ist insgesamt ein Vorgehen, das viele Vorteile und Chancen bietet. Bei biX Consulting hat Scrum für größere Verbindlichkeit, höhere Transparenz und letztlich für eine Steigerung der Qualität gesorgt.