Foto: Jan von Allwörden/DAAD

Wie wirkt sich Mobilität auf interkulturelle Kompetenz und Werteorientierung aus? Hierzu hat der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) jüngst eine Studie zu Erasmus+ veröffentlicht. Sie besteht aus zwei Teilstudien: Für die erste wurden Studierende befragt, bei der zweiten stehen Partnerschaften und Kooperationen der Hochschulen im Fokus. Über die Ergebnisse sprach das Projekt nexus – Übergänge gestalten, Studienerfolg verbessern der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) mit Marina Steinmann, Expertin für EU-Hochschulzusammenarbeit beim DAAD.

Untersucht wurde, welchen Effekt Auslandsaufenthalte auf die Persönlichkeitsentwicklung von Studierenden haben. Was ist neu an der Studie – etwa im Vergleich zur Erasmus Impact Study der Europäischen Kommission von 2014?
Neu ist, dass wir mit der Teilstudie 1 besser und differenzierter belegen können, dass ein Auslandsaufenthalt in verschiedener Hinsicht zur Persönlichkeitsbildung beiträgt. Neu ist auch das Forschungsdesign der psychologischen Längsschnittstudie. In einigen früheren Erhebungen ist man davon ausgegangen, dass mobile Studierende von vornherein andere Persönlichkeitsmerkmale aufweisen als diejenigen, die kein Interesse an einem Auslandsaufenthalt haben. Die Studie belegt, dass die Reise entscheidend ist: Neben mobilen Studierenden und einer Kontrollgruppe wurden auch Studierende befragt, die einen Aufenthalt konkret planen. Bei den Studierenden, die im Ausland waren, können wir wesentliche Veränderungen belegen. Durch den Aufenthalt – und nicht nur durch das Interesse daran – nehmen etwa multikulturelle Selbstwirksamkeit und interkulturelle Empathie maßgeblich zu, während Fremdenangst abgebaut wird.

Lesen Sie das ausführliche Interview im nexus-Blog.

Weitere Infos zur Studie auf der DAAD-Webseite