Für eine kleine Weltreise zwischendurch waren viele Studis Ende Juli zum Brühler oder Neusser Campus gekommen. Das Team des International Office hatte ältere Semester eingeladen,  von ihren vielfältigen und spannenden Erfahrungen im Auslandssemester zu erzählen. Sie hatten jede Menge nützliche Tipps für ihre Kommilitonen auf Lager, denen diese so interessante und schöne Zeit ihres Studiums noch bevorsteht. Die Veranstaltungen waren an beiden Standorten trotz Hitze gut besucht und die vortragenden Studierenden machten ihre Sache so richtig gut. Dafür ganz herzlichen Dank an alle Beteiligten! Auch für die schönen Fotos, die Sie uns netterweise zur Verfügung gestellt haben!!

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Erst vor zwei Wochen ist Sarah Ziegler aus Melbourne zurückgekommen und entsprechend frisch waren ihre Eindrücke vom Studium an der Swinburne University am anderen Ende der Welt. Die Uni liegt etwas außerhalb der Stadt, die fünfmal so groß ist wie Köln, und hat gerade für eine Wirtschaftsinformatikerin wie Sarah Ziegler ein spannendes Kursangebot. Sie konnte Veranstaltungen wählen wie Web Development oder Game Design, aber es gab auch eine große Kursauswahl im Business-Bereich. Von Februar bis Juli lebte die EUFH-Studentin in einer Gastfamilie. Zum Campus fuhr sie mit dem Fahrrad oder der Bahn und nutzte die vielen Freizeit- und Sportmöglichkeiten oder die Social Events. Besonders begeistert war sie vom Australian Rules Football und spielte deshalb regelmäßig während ihrer Zeit in Melbourne. Natürlich nutzte sie auch die Gelegenheit, Australiens Ostküste zu bereisen, um zum Beispiel am Great Barrier Reef zu tauchen.

In den Südwesten Frankreichs zog es die Handelsmanagerin Charlotte Rohwäder. An der Toulouse Business School absolvierte sie ihr Auslandssemester beim Fußball-Weltmeister. Von Januar bis April studierte sie dort auf Französisch. Kein Problem für sie, denn ihre Mutter ist Französin und so wuchs sie zweisprachig auf. Dazu hatte sie auch noch den großen Vorteil, dass sie mit dem Schwerpunkt Weinvermarktung studieren konnte und so sehr viel über die Branche ihres Unternehmens in Deutschland lernen konnte. Die Stadt mit viel Charme und schöner Architektur hat knapp 500.000 Einwohner und dank der vielen Studenten eine junge, frische, lebendige Atmosphäre. Die Hochschule ist übrigens nicht nur für halbe Franzosen geeignet, sondern auch für alle anderen EUFH-Studis ein heißer  Tipp, denn es gibt ein gutes Kursangebot auch in englischer Sprache. Der Bachelor-Campus liegt etwas außerhalb der Stadt, ist aber mit einer eigenen Buslinie der Hochschule gut zu erreichen. Kleine Kursgrößen, viele Internationals und Dozenten aus der Praxis machten das Studieren in Toulouse angenehm.

An unserer Partnerhochschule, der University of North Carolina in Wilmington, studierte der Händler Jan Hostettler. Er ergatterte dort einen Austauschplatz und sparte sich auf diese Weise die in den USA saftigen Studiengebühren. An der Uni mit ihren 17.000 Studierenden war er der erste Austauschstudent von der EUFH. Bei der Vorbereitung war es sehr hilfreich, dass das International Office der Uni einen Standort in Mainz hat. Das gute Angebot an BWL-Lehrveranstaltungen und die kleinen Lerngruppen von 15-30 Leuten gefielen Jan Hostettler ebenso gut wie die gemütliche Stadt Wilmington mit ihren vielen Kneipen und Cafés. Besonders die Lage in Strandnähe und ziemlich genau in der Mitte der Ostküste war ein echter Vorteil bei der Freizeitgestaltung. Von Wilmington aus, das einen kleinen Flughafen hat, war es gut möglich, zwischen New York und Miami so ziemlich alles zu erkunden.

Vincent Urbanek, ebenfalls Händler, verschlug es an die schwedische Örebro University. Von dem süßen Ort mit seinen 120.000 Einwohnern hatte er nie zuvor gehört, aber die Lage gefiel ihm gut, denn von dort aus war es in wenigen oder auch ein paar Stündchen mehr möglich, viele skandinavische Metropolen wie Stockholm und Göteborg oder Oslo und Helsinki zu erreichen. An der 1999 gegründeten Uni ist alles sehr neu und sehr modern. Und das Erasmus Student Network sorgte mit tollen Kennenlern-Aktionen und vielen Freizeitangeboten für das richtige Erasmus-Feeling und eine tolle Zeit. Das Erasmus Network organisierte auch Reisen, und so sah Vincent Urbanek in Lappland die Polarlichter und wohnte in einem Eishotel. In Narvik fuhr er Husky-Schlitten und Schneemobil. Mit einem Partyboot ging es ins lettische Riga. Außerdem machte er auch noch einen Russland-Trip.

Kalt, nass und windig war es erwartungsgemäß in Schottland, wo Maximilian Knak, noch ein Händler, sein Auslandssemester an der University oft the West of Scotland in der Nähe von Glasgow verbrachte. Es ist ein „wunderschönes Land“, sagte er trotzdem. Und weil er mit dem Auto dort war, konnte er zusammen mit zwei Kommilitonen auch viel davon erkunden. Er studierte am Campus Hamilton, einem Vorort, wo in diesem Herbst ein ganz neuer, moderner Campus eröffnet wird. 24 Erasmus-Plätze hat die EUFH an der Hochschule zu vergeben, sodass also genügend Gelegenheit auch für andere Studierende gegeben ist, an diesen „coolen Ort“ zu gehen. Das Kursangebot im BWL-Bereich ist groß und ein Aufenthalt dort sicher ein tolles Erlebnis, auch wenn die Regenklamotten auf jeden Fall ins Reisegepäck gehören. Von Januar bis April war Maximilian Knak vor Ort und er hatte außer Regen auch jede Menge Schnee. Neben selbst organisierten Autotouren, unter anderem nach St. Andrews, machte der EUFH-Student auch von den Internationals organisierte Bustouren mit und kam auf diese Weise zum Beispiel zum berühmten Loch Ness.

Um den Rahmen nicht zu sprengen, kann hier nur eine kleine Auswahl der Studierenden präsentiert werden, die von ihrem Auslandssemester berichtet haben. Wir bedanken uns bei allen, die am Start waren, ihren Kommilitonen wertvolle Tipps gegeben und die Vorfreude sehr erhöht haben.

Renate Kraft