2017 war ein tolles Jahr für Videospieler mit großartigen Hits bereits sehr früh im Jahr mit Horizon: Zero Dawn oder The Legend of Zelda: Breath of the Wild. Doch auch noch jetzt begeistert die Industrie mit herausragenden Titeln. Allen voran Nintendo. Mit dem neuesten Super Mario Titel für die Nintendo Switch schafft der japanische Konzern einen neuen Meilenstein in der über 30-jährigen Geschichte der Spielfigur. Was Coca Cola für den Softgetränkemarkt ist, ist Mario für die Videospielindustrie. Zufälligerweise sind auch beide maßgeblich in Rot gehüllt. Doch kommen wir zum eigentlichen Spiel.

Das Besondere an Odyssey ist die Spielmechanik rund um Marios Mütze. Es ist diesmal keine normale Mütze, sondern sie wird von einem Wesen namens „Cappy“ gestellt. In diesem Spiel geht es hauptsächlich darum, verschiedene Orte mit einem fliegenden Schiff zu bereisen. Einer dieser Orte ist eine Gesellschaft voll mit lebendigen Mützen mit großen Augen. Der bekannte Bösewicht Bowser hat auch diesmal wieder Prinzessin Peach entführt, gleichzeitig aber auch die Schwester von Cappy namens Tiara. Wie immer versucht Bowser mit allen Mitteln, die Prinzessin zu einer Heirat zu bewegen und auf dem Weg zum Altar hinterlässt er Spuren der Zerstörung. Mario und Cappy schließen einen Bund und verfolgen gemeinsam den Schurken, um ihm den Garaus zu machen. So beginnt eine typische Mario Geschichte mit einer ganz besonderen Spielmechanik. Cappy besitzt die Fähigkeit, wenn man ihn auf bestimmte Gegner wirft, diese zu kontrollieren. Der Spieler kann im Laufe des Spieles in mehrere Figuren schlüpfen, die ihm fantastische Fähigkeiten ermöglichen. Egal ob als besonders sprungbegabter Frosch, einem Gumba, als Fisch oder gar als Stromleitung. Die Level sind mit verschiedensten Hindernissen und Geheimnissen versehen, die nur dem aufmerksamen Spieler offenbart werden.

Das anfangs erwähnte fliegende Schiff dient dabei als Konrektor zwischen den Welten. Als Treibstoff dienen magische Halbmonde, die die üblichen Sterne, wie zum Beispiel in Super Mario 64, ersetzen. Mit insgesamt 999 dieser Monde verspricht das Spiel eine Menge Spielzeit. Die eigentliche Handlung des Spiels lässt sich aber bereits mit „nur“ 200 Stunden absolvieren. Das Spiel birgt danach aber noch viele neue Level, Herausforderungen und Überraschungen. Dranbleiben lohnt sich also.

Dabei verliert Nintendo nie den Kern der Spieleserie aus dem Blick – es geht in jedem Level um die perfekte Ausnutzung von Marios Tricks und Fähigkeiten, um alles zu entdecken. Hin und wieder gelangt man in eine Arena mit einem oder mehreren Boss-Gegnern, die versuchen, einem das Leben schwer zu machen. Aber das Spiel ist niemals unfair oder besonders schwierig. Ganz im Gegenteil, Mario Odyssey ist ein Paradebeispiel für Accessibility, es ist sehr leicht zu lernen und auch unerfahrene Spieler werden schnell durch die Level mit einem Dreifachsprung hechten.

Ein besonderes Highlight im Spiel ist das Level Metro Kingdom, welches Mario das erste Mal in einem realitätsnahen Design agieren lässt. Mario wirkt wie eine Comicfigur, umgeben von einer eher realistisch angehauchten Umgebung mit richtigen Menschen, Autos und Gebäuden. Neben den versteckten Mondsicheln und Münzen sind auch diverse anderen Aktivitäten in den Levels verstreut. So kann man in Metro Kingdom beispielweise Seilspringen und anschließen seinen Highscore im Netz vergleichen lassen.

Das Spiel strotzt nur so von kräftigen Farben, liebevollen Animationen und grandioser Musik, die ohne Zweifel jedes Spielerherz höher schlagen lassen. Durch die Nintendo Switch kann man das Abenteuer auch jederzeit unterwegs genießen und im Bus oder in der Bahn problemlos mitnehmen im Handheld-Modus.

Fazit:

Wen The Legend of Zelda noch nicht zu einem Kauf der aktuellen Konsole von Nintendo bewegt hat, der sollte doch spätestens zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft dazu greifen, denn mit Link und Mario fährt Nintendo zwei große Geschütze auf, die den Kauf mehr als genug rechtfertigen.

Sebastian Förster